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kommentiertes Presseecho zur BSWR

KVR soll Leinpfad sanieren [beginnt ganz harmlos, oder ...]
NRZ 20.02.2002 / LOKALAUSGABE / MÜLHEIM

Die CDU-Fraktion im Kommunalverband und OB Jens Baganz wollen eine Kooperation zwischen Stadt und Verband intensivieren. Eine "Biologische Station" könnte eingerichtet werden. Mülheim sei bislang ein "weißer Fleck", was die Zusammenarbeit mit dem Kommunalverband Ruhrgebiet (KVR) angehe, meint der CDU-Fraktionsvorsitzende in der KVR-Versammlung, Wilhelm Jasperneite. Das soll sich ändern. Der Verband könnte die Sanierung und Pflege des Leinpfads, dessen Ausbau und Anbindung nach Kettwig übernehmen. Ein entsprechender Betrag, rund 500 000 Euro, würde in den KVR-Haushalt eingebracht, sagte Jasperneite nach der gestrigen Sitzung seiner Fraktion im Schloß Broich. Oberbürgermeister Jens Baganz sieht weitere Kooperationsmöglichkeiten: Eine sogenannte "Biologische Station" könnte eingerichtet werden und die Nachbarstädte Duisburg, Oberhausen und Essen mit betreuen. Bislang gibt es 40 solcher Stationen in NRW, aber keine im westlichen Ruhrgebiet. Die Aufgaben einer solchen Station: Kooperation mit Schulen und Verbänden in Sachen Naturschutz, auch was praktische Arbeiten wie Renaturierung von Bächen oder das Schneiden von Kopfweiden betrifft, Erstellung von Daten für einen Pflege- und Entwicklungsplan, Betreuung von Land- und Forstwirtschaft, Biotopmanagement. Land und KVR trügen den weitaus größten Teil der Kosten. "Hinzu kommt, dass solche Erhebungen sowieso von den Städten gemacht werden müssen. Eine solche Station käme uns also nicht teurer", so Klaus Beisiegel, Referent von Planungsdezernentin Helga Sander. Angedacht ist auch, eine Radwegeverbindung mit Essen entlang der Bundesbahn im Bereich Hansbergstraße zuschaffen. Baganz geht davon aus, dass die Mülheimer Politik den angedachten Kooperationen zustimmen wird. (hell)

Bio-Station darf nicht nach Speldorf [wir sind völlig konfus]
WAZ 27.06.2002 / LOKALAUSGABE / MÜLHEIM
Bio-Station darf nicht nach Speldorf. Mülheim ist kein EU-Fördergebiet - Umwelteinrichtung soll in die Region

Und wieder rächt sich, dass Mülheim nicht im Fördergebiet der Europäischen Union liegt: Die geplante Biologische Station westliches Ruhrgebiet darf wohl nicht auf Mülheimer Grund und Boden stehen. Doch es adelt die Mülheimer Umweltpolitiker und Umweltdezernentin Helga Sander: Sie wollen sich zwar noch weiter bemühen, die Einrichtung doch noch auf dem ehmaligen Gelände der Duisburger Stadtgärtnerei am Speldorfer Katzenbruch zu errichten. Doch wenn dies nicht klappt, soll zumindest mit gleicher Kraft dafür gesorgt werden, dass die Station in Duisburg, im Landschaftspark Nord, oder in Oberhausen, am Haus Ripshorst, im nächsten Jahr eröffnet wird.
"Natürlich wäre es perfekt gewesen, die Biologische Station für Mülheim zu bekommen. Aber Hauptsache, sie kommt überhaupt in die Region", so Umweltdezernentin Helga Sander im Umweltausschuss. Dort musste sie berichten, dass die Biologische Station, die Flora und Fauna der Region erforschen und pflegen, Naturverbände verzahnen und beraten sowie für Umwelt- und Naturschutz werben soll, nicht nach Mülheim kommen kann, weil das Land, das 70 bis 80 %der Kosten trägt, die Zuschüsse nur beisteuert, wenn es gleichzeitig EU-Mittel gibt. Die fließen aber nicht in die Ruhrstadt.
In Nordrhein-Westfalen gibt es 40 Biologische Stationen, davon fünf im Revier. Das westlich Ruhrgebiet ist bislang aber noch ein "weißer Fleck", so Helga Sander. Mülheim, Oberhausen und Duisburg haben sich darauf verständigt, gemeinsam die Einrichtung zu betreiben, die pro Jahr je nach Größe und Ausstattung zwischen 180 000 und 250 000 Euro kostet. Der Kostenanteil der Städte liegt dabei zwischen 10 und 15 000 Euro. -er

KVR plant Biologische Station [plötzlich ist Duisburg im Gespräch, die Verbände dort wissen von nix]
WAZ 29.06.2002 / LOKALAUSGABE / DUISBURG

Die beiden Duisburger CDU-Ratsherren Peter Ibe und Dr. Jürgen Kämpgen freuen sich darüber, dass die Entscheidung des Kommunalverbandes Ruhrgebiet eine Biologische Station im westlichen Ruhrgebiet zu errichten, nun immer konkretere Formen annimmt. Als beteiligte Städte werden Duisburg, Oberhausen und Mülheim genannt. Derzeit sind drei Standorte für eine solche Einrichtung benannt, unter anderem der Landschaftspark Nord. Für die Einrichtung der Biologischen Station wurden im Haushalt des KVR 20 000 Euro bereitgestellt, der Bau und die Einrichtung sollen über das Land NRW erfolgen.
Ibe und Kämpgen, die Duisburger CDU-Vertreter im KVR, haben sich in enger Abstimmung mit den CDU-Mitgliedern im Duisburger Umweltausschuss für diese Maßnahme stark gemacht. Im Rahmen dieser sechsten Biologischen Station soll vor allem die ehrenamtliche Umweltarbeit von Vereinen und Verbänden in den drei Städten koordiniert und dargestellt werden. Als Arbeitsschwerpunkt der Station ist der Naturschutz in den Flußauen und in der Bergbau- und Industriefolgelandschaft angedacht.

Notfalls auch nur zu zweit
NRZ 12.07.2002 / LOKALAUSGABE / MÜLHEIM
Umweltverbände wollen Biologische Station der MEO-Städte. Essen zögert.

Eine Biologische Station westliches Ruhrgebiet kommt, daran besteht kein Zweifel mehr, da das Land, das den größten Teil der Kosten schultert, und der KVR zugestimmt haben. Fraglich ist zur Zeit aber, welche Städte sich daran beteiligen und an welchem Standort sie ihre Arbeit aufnehmen wird. Ursprünglich wollten Mülheim, Essen und Oberhausen bei diesem Projekt kooperieren, was auf der Ebene der Umweltverbände auch kein Problem war.
Wenig Interesse fand das Projekt indes bei der Essener Stadtverwaltung, obwohl die Naturschützer, wie Thorald vom Berg (BUND) im Landschaftsbeirat berichtete, intensiv die Chancen und Vorteile einer solchen Biologischen Station deutlich gemacht hätten. Mit Duisburg, das zwischenzeitlich großes Interesse signalisierte, wollen die Verbände aber nicht in ein Boot, da die Probleme dort ganz andere seien. Auch die von Duisburg vorgeschlagenen Standorte, Landschaftspark Nord und die ehemalige Duisburger Stadtgärtnerei, die sich auf Mülheimer Stadtgebiet befindet, lehnten die Verbände nach einer Bereisung laut vom Berg ab. Wenn eine Kooperation mit Essen scheitern sollte, würden sie eher eine kleine Lösung mit Mülheim und Oberhausen bevorzugen, als mit Duisburg das Projekt anzugehen. Ein idealer Standort für die Verbände ist die alte Mülheimer Stadtgärtnerei, die vom Eigenbetrieb Grün und Wald genutzt wird. Alternativ käme Haus Ripshorst in Oberhausen in Frage. Der KVR würde einen Anbau finanzieren.
(stt)

Verbände ringen um Bio-Station
NRZ 18.07.2002 / LOKALAUSGABE / ESSEN

Seit etwa zehn Jahren richtet das Land Ökologische Stationen zur Betreuung von schützenswerter Natur ein. Entstanden ist seitdem ein nahezu flächendeckendes Netz. Nur das westliche Ruhrgebiet ist bis heute ein weißer Fleck geblieben. Die Naturschutzverbände aus Essen, Mülheim und Oberhausen sind deshalb mit dem Ziel angetreten, diese Lücke zu füllen. Gemeinsam machen sie sich für eine Biologische Station für die MEO-Region stark und wollen eine Trägerverein gründen. Die drei Städte sollen mit ins Boot, so sieht es das Konzept des Landes vor. Doch Essen schießt quer é des lieben Geldes wegen.
Jeweils 15 000 Euro pro Jahr müssten die drei Kommunen nach Berechnung der Naturschutzverbände zuschießen, den Rest bis zu 80 Prozent der Kosten tragen das Land und der Kommunalverband Ruhrgebiet. Das Geld wäre aus Sicht der ehrenamtlichen Naturschützer gut angelegt, könnten sie doch auf den Sachverstand dreier unabhängiger Fachkräfte zurückgreifen, welche die Station betreuen würden. Mögliche Standorte seien bereits ausgeguckt: Haus Ripshorst in Oberhausen, oder die alte Mülheimer Stadtgärtnerei.
Während Oberhausen und Mülheim grünes Licht signalisieren, hat in Essen der zuständige Ordnungsausschuss eine Entscheidung zurückgestellt. In der Verwaltung sieht man die Belange des Naturschutzes durch das Umweltamt, den Eigenbetrieb Grün & Gruga sowie die Untere Landschaftsbehörde ausreichend vertreten. Die Naturschutzverbände stellen nun in Zweifel, dass in Essen eine Stärkung des ehrenamtlichen Naturschutzes überhaupt erwünscht ist. (schy)

Biologische Station soll ins Haus Ripshorst [eine Klarstellung!]
WAZ 20.07.2002 / LOKALAUSGABE / OBERHAUSEN
Bundesweit einzigartig - Hemmer: Ein Gütesiegel für den Naturschutz in Nordrhein-Westfalen
Von Katja Büchsenschütz

Sie soll eine Brücke schlagen zwischen der haupt- und der ehrenamtlichen Naturschutzarbeit: die Biologische Station im westlichen Ruhrgebiet. Im kommenden Jahr soll die Station ihre Arbeit aufnehmen, im Idealfall im Haus Ripshorst.
"Biologische Stationen sind ein Gütesiegel für den Naturschutz in Nordrhein-Westfalen", sagt Guido Hemmer von der Essener Naturschutz-Jugend (NaJu) zum bundesweit einzigartigen Programm. Die Einrichtung solle die MEO-Region verbinden und Naturschutz städteübergreifend bündeln.
Neben gezielter Umweltpädagogik und der Unterstützung bei Pflegeeinsätzen in Naturschutzgebieten gehören auch die Erhebung von wissenschaftlichen Daten sowie die Beratung von Naturschutzbehörden und Bürgern zu den Aufgaben der Station, die mit drei ganzen und einer halben Stelle besetzt werden soll. Finanziert werden die Stationen, von denen es in NRW bereits rund 40 gibt, zu 80 Prozent aus Mitteln des Landes und des Kommunalverbandes Ruhr (KVR). "Die Städte müssen nur noch eine Eigenleistung von etwa 15 000 Euro im Jahr erbringen", so Hemmer.
Die Naturschutzverbände wollen durch die biologische Station gezielt mit KVR und den Städten zusammenarbeiten. Thorald vom Berg (BUND Mülheim) hofft dabei auf einen sanften Druck zur Kooperation. Allerdings bleibt es voraussichtlich bei den Partnern Oberhausen und Mülheim. Denn: "Die Essener Stadtverwaltung sperrt sich gegen das "Projekt", so Klaus Franzke vom BUND. Machen die Essener nicht mit, soll die Station trotzdem kommen: "Das westliche Ruhrgebiet ist bislang ein weißer Fleck im städteübergreifenden Naturschutz."
Die Nachbarstadt Duisburg mit ins Boot zu nehmen, die sich nachhaltig für die Biologische Station beworben hat, lehnen alle Beteiligten mittlerweile ab. "Duisburg weist gerade auf der linken Rheinseite ein ganz anderes Landschaftsbild auf." Ansiedeln möchten die Naturschutzverbände die Biologische Station gerne im Haus Ripshorst. "Wenn dort die Anbindung an die öffentlichen Verkehrsmittel noch verbessert wird, ist der Standort ideal", so Thorald vom Berg. Zur Debatte steht ansonsten die alte Stadtgärtnerei in Mülheim; aus Essen war kein Standortvorschlag eingegangen. Haus Ripshorst aber liege zentral, sei ansprechend und habe sich als Anziehungspunkt in Oberhausen bereits etabliert.