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Erste Pressemeldung zur BSWR

Nachdem die Naturschutzverbände der Städte Oberhausen, Essen und Mülheim fast anderthalb Jahre auf das Projekt Biologische Station Westliches Ruhrgebiet hingearbeitet haben, scheint mit Unterstützung des KVR nun endlich Bewegung in diese für uns wichtige Sache zu kommen. Die Gründungsgruppe hatte sich mit Mitteilungen an die Öffentlichkeit bisher zurückgehalten, weil sie vorab Gespräche mit der Verwaltungsspitze und den Parteien führen wollte. Da nun aber die Katze aus dem Sack ist, hier schon mal für alle, die keine NRZ lesen vorab die Pressemeldung.

Wir bitten, die Sachaussagen der Presse mit der gebotenen Vorsicht zu lesen, Zeitungen sind halt so. Aber der Kern stimmt und daher wollen wir über Fehlinterpretationen hier gerne hinwegsehen. Leider ist die Stadtverwaltung Essen in dieser Angelegenheit bisher auf Tauchstation gegangen, aber wir hoffen immer noch auf eine erfolgreiche Kooperation. Die Gründungsgruppe der Biologischen Station Westliches Ruhrgebiet (= Naturschutzverbände im MEO Bereich) hofft, daß dieses Projekt auch von den Parteien der Städte mit getragen wird.

Ein ausführlicher Bericht wird hier nach Pfingsten zu lesen sein. Dann werden die vom KVR eingeladenen Dezernenten der Städte Mülheim an der Ruhr, Essen und Oberhausen ihre Informationsreise zu Biologischen Stationen hinter sich haben. Derzeit ziert sich die Verwaltung von Essen und Oberhausen, aber wir sind guten Mutes. Bis dahin wird auch die Entscheidung gefallen sein, ob Essen mit dabei ist, oder aber dem Duisburger Drängen nach Beteiligung nachgegeben wird. Favorit ist nach wie vor eine MEO Lösung. In der Zwischenzeit ist Lobbyarbeit angesagt. Wir freuen uns über jede Unterstützung aus den Medien, Politik und Verwaltung.

NRZ Mülheim an der Ruhr vom 21.02.2002
Die CDU-Fraktion im Kommunalverband und OB Jens Baganz wollen eine Kooperation zwischen Stadt und Verband intensivieren. Eine "Biologische Station" könnte eingerichtet werden. Mülheim sei bislang ein "weißer Fleck", was die Zusammenarbeit mit dem Kommunalverband Ruhrgebiet (KVR) angehe, meint der CDU-Fraktionsvorsitzende in der KVR-Versammlung, Wilhelm Jasperneite. Das soll sich ändern. Der Verband könnte die Sanierung und Pflege des Leinpfads, dessen Ausbau und Anbindung nach Kettwig übernehmen. Ein entsprechender Betrag, rund 500 000 Euro, würde in den KVR-Haushalt eingebracht, sagte Jasperneite nach der gestrigen Sitzung seiner Fraktion im Schloß Broich.

Oberbürgermeister Jens Baganz sieht weitere Kooperationsmöglichkeiten: Eine sogenannte "Biologische Station" könnte eingerichtet werden und die Nachbarstädte Duisburg, Oberhausen und Essen mit betreuen. Bislang gibt es 40 solcher Stationen in NRW, aber keine im westlichen Ruhrgebiet. Die Aufgaben einer solchen Station: Kooperation mit Schulen und Verbänden in Sachen Naturschutz, auch was praktische Arbeiten wie Renaturierung von Bächen oder das Schneiden von Kopfweiden betrifft, Erstellung von Daten für einen Pflege- und Entwicklungsplan, Betreuung von Land- und Forstwirtschaft, Biotopmanagement. Land und KVR trügen den weitaus größten Teil der Kosten.

"Hinzu kommt, dass solche Erhebungen sowieso von den Städten gemacht werden müssen. Eine solche Station käme uns also nicht teurer", so Klaus Beisiegel, Referent von Planungsdezernentin Helga Sander. Angedacht ist auch, eine Radwegeverbindung mit Essen entlang der Bundesbahn im Bereich Hansbergstraße zuschaffen.

Baganz geht davon aus, dass die Mülheimer Politik den angedachten Kooperationen zustimmen wird. (hell) (Wir auch!)