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BSWR in der entscheidenden Phase

Jetzt ist es soweit, die Gründungsgruppe »Biologische Station Westliches Ruhrgebiet« hat die Besichtigungstour zu den möglichen Standorten der kommenden Station hinter sich. Hier gleich einen Dank an den KVR für perfekte Organisation und sachliche Moderierung des Treffens.

Aus aktuellem Anlaß werden die drei Verbände der MEO Region eine Pressekonferenz zur Situation der Biologischen Station Westliches Ruhrgebiet in der Borbecker Mühle, Möllhoven 62 in Essen Borbeck geben, Zeitpunkt: 17.07.2002, 18:00 Uhr (wir berichten sofort anschließend hier darüber).

Erste Station der Rundfahrt war die »Alte Stadtgärtnerei« an der Zeppelinstraße in Mülheim an der Ruhr. Hier überzeugten uns die günstige Lage und Verkehrsanbindung, die intakte Infrastruktur und das große Gelände, das ebenfalls zu nutzen wäre. Für Ausstellungen und Tagungen sind helle, lichtdurchflutete Räume vorhanden (eine Gewächshausparzelle). Sanitäreinrichtung und Laborräume sind ebenfalls vorhanden. Wäre nicht die Abhängigkeit von den Fördermitteln (sogenannte Ziel 2-Mittel), es wäre nahe ideal (und natürlich besonders für Mülheim!).

Die anschließend besuchte ehemalige Duisburger Stadtgärtnerei machte auf uns einen eher düsteren Eindruck, abgelegen am Katzenbruch an der Stadtgrenze zu Duisburg (!), kleine, dunkele und muffige Räume, aber ein großes Freiareal, auf dem sich sicher Einiges gestalten ließe.

Dritte Station war der Landschaftspark Duisburg Nord. In diesem Highlight des Emscher Landschaftsparks, dem ehemaligen Gelände der Meidericher Hütte gibt es zahlreiche Gebäude, die inzwischen von den unterschiedlichsten Akteuren genutzt werden, vom Klettergarten ist zur Eventhalle, vom Hochofen bis zum Tauchbecken. Das ist eine Touristenattraktion erste Klasse. Für die Biologische Station steht eine kleine, lichte Halle (ehemaliges Analyselabor) zur Verfügung. Die Instandsetzung- und Umbau werden auf ca. 1 Million EUR geschätzt. Die Anbindung ist nicht gerade optimal, aber es gäbe natürlich eine Station mit dem sicherlich interessanten Schwerpunkt Ökologie im industriell-urbanen Bereich. Stadtökologie. Aber auch hier: weite Wege.

Den Abschluß bildete das »Haus Ripshorst« in Oberhausen. Hier sind schon viele Naturschutzaktivitäten gebündelt (Landesbüro der Naturschutzverbände, Oberhausener STAUN, Ausstellungsräume etc.). Konzentration der Kräfte ist sicher gut im Naturschutz, aber das ist sicher nicht alles. Die Erreichbarkeit ist schlicht unbefriedigend. Es müßte sicher auch angebaut werden, denn das Haus ist jetzt schon gut besetzt, und Verdrängung der dort Arbeitenden kommt für uns nicht in Frage.

Im abschließenden Gespräch haben wir noch einmal deutlich erklärt:
* eine Biologische Station Westliches Ruhrgebiet kommt!
* eindeutige Priorität für die Gründungsgruppe ist die Konstellation MEO (Mülheim an der Ruhr und Oberhausen wollen die Station auf jeden Fall).
* ohne ein definitives Votum der Stadt Essen pro Station werden wir wohl mit Duisburg weiterarbeiten. Da reicht nicht ein Auftrag aus der Politik, mal weiter zuzuschauen, wie die Sache sich entwickelt ... (so im Ausschuß für Öffentliche Ordnung in Essen am vorigen Dienstag. Grundtendenz aus der CDU: ohne uns). siehe auch Brief nach Essen [276 KB]
* die Städte werden alle Daten zur Beurteilung der Standortfrage zusammentragen.
* inzwischen sind die Verbände aufgerufen, besonders in Essen Lobbyarbeit bei Politik und Verwaltung zu leisten.
* ein willkürliches Junktim zwischen Beteiligung und Standortwahl werden wir nicht akzeptieren.
* am Montag, den 9. September 2002 werden wir zusammen mit dem KVR und den Dezernenten in dieser Sache entscheiden müssen. Bis dahin sollten sich auch die Juristen der Städte mit dem zu schließender Vereinsvertrag auseinandergesetzt haben.


Am Mittwoch, den 10 Juli traf sich die Gründungsgruppe in der Borbecker Mühle, um alle Aspekte noch einmal ausführlich zu erläutern.